BEST spezifische Freistellungsratgeber
Für die verschiedenen Interessenvertretungen gibt es unterschiedliche Freistellungsratgeber, da ihre Arbeit auf verschiedenen gesetzlichen Grundlagen basiert und sich auch die Strukturen der Organisationen unterscheiden.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in den jeweiligen Gesetzen, die die Arbeit regeln. Betriebsräte arbeiten nach dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) und vertreten Beschäftigte in privaten Unternehmen. Personalräte hingegen sind im öffentlichen Dienst tätig und handeln auf Grundlage der Personalvertretungsgesetze des Bundes oder der Länder. Mitarbeitervertretungen vertreten Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen und arbeiten nach den kirchlichen Mitarbeitervertretungsordnungen (MAVO oder MVG). Diese unterschiedlichen Rechtsgrundlagen führen dazu, dass Regelungen zur Freistellung, zu Rechten und zu Verfahren variieren.
Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die Strukturen und Entscheidungswege der Einrichtungen. In privaten Unternehmen, im öffentlichen Dienst und in kirchlichen Organisationen bestehen jeweils andere Organisationsformen, Zuständigkeiten und Beteiligungsverfahren. Dadurch unterscheiden sich auch die praktischen Voraussetzungen und Abläufe für Freistellungen.
Aus diesen Gründen sind spezifische Freistellungsratgeber für jede Gruppe sinnvoll, damit die jeweiligen gesetzlichen Regelungen und organisatorischen Besonderheiten verständlich und korrekt berücksichtigt werden.